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Ich bin Germanwings

Rouven Katz

Hallo,
ich bin Rouven Katz, 31 Jahre alt und FO aus Düsseldorf. Meine Fliegerische Laufbahn begann im Jahr 2010 an der Bremer Verkehrsfliegerschule der Lufthansa.Meine ersten Passagiere durfte ich dann 2014 in die Luft begleiten. Damals noch in blauer Uniform und dem Kranich auf der Flosse. Als ich im Oktober 2014 dann zur Germanwings wechseln sollte, war ich zugegebener Maßen unsicher, was mich dort erwarten würde. Und auch mit Sicherheit nicht weniger skeptisch. Keine Layover mehr, nur noch Tagestouren und ein deutlich kleinerer, im Vergleich zur LH-Mutter fast schon winziger Flugbetrieb.
Und heute, fast 6 Jahre später, will ich um keinen Preis der Welt hier weg. Viele Freundschaften und zahlreiche, unentbehrliche Erinnerungen sind in diesen Jahren entstanden und wie all unsere Mitarbeitenden, sei es am Boden, in der Kabine oder im Cockpit, brenne auch ich nach wie vor jeden Tag für diesen Job und für diese Brombeer-Familie.
Seit zwei Jahren bin ich aus eben diesem Grund neben meinem Job auch im AntiSkid-Team der Germanwings.Kollegialität steht auch hier an erster Stelle und einige unserer Kolleginnen und Kollegen durfte ich hier schon durch schwierige Zeiten begleiten. Zum ersten Mal muss ich nun die Zukunftsängste und Sorgen, die einige unserer Kolleg*innen in den letzten Jahren begleiteten, am eigenen Leib erfahren. 
Jeden einzelnen Tag werden wir alle mit verschiedensten Herausforderungen konfrontiert, seien es wetterbedingte Verspätungen, firmenpolitische Konfrontationen und Tarifkonflikte, schlafraubende Frühdienste (ja, ich bin eine Eule) oder das herausfordernde Low-Cost-Geschäft mit all seinen Schwierigkeiten.Und in den letzten Jahren hatte nicht zu letzt die Germanwings viele schöne Zeiten, aber auch tiefe Abgründe miterleben müssen. Die Germanwings Familie ist mit jedem Mal und jeder Herausforderung gewachsen und zusammengerückt. Hat sich angepasst, Lösungen gefunden, neu aufgestellt und wieder aufgeopfert. Etliche Male bereits…
Eine solche Belegschaft – nein, eine solch freundschaftliche und familiäre Kollegialität mit einer solchen Hingabe für einen Beruf ist das größte Kapital das eine Firma haben kann. Und eine solche Belegschaft in einer unverschuldeten Krise alternativlos abstellen zu wollen, ist bestenfalls moralisch verwerflich und steht im Widerspruch zu all den Werten innerhalb unserer Lufthansa-Gruppe. Von unserem Vorstand erwarte ich daher nicht weniger als den Willen sozialverträgliche Lösungen für und mit ALL unseren Mitarbeitenden zu erarbeiten. 

Ich bin Rouven, und ich bin Germanwings.

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